Die Petrikirche in Burg von der Seite bei Nacht. Durch die Fenster sieht man das hellerleuchtete Innere der Kirche

Petri-Kirche

Glaube und Geschichte am Geestrand

Die Petrikirche in Burg mit Bäumen im Vordergrund. Es ist Abendstimmung und die Sonne geht hinter der Kirche unter

Kirche am Geestrand

Mitten im historischen Ortskern von Burg erhebt sich die Petri-Kirche, deren Geschichte eng mit der Entwicklung des Ortes verbunden ist. Bereits 1281 wird sie urkundlich erwähnt, ihre Ursprünge reichen jedoch noch weiter zurück. Einer Überlieferung zufolge ließ Hartwig, der spätere Erzbischof von Bremen, nach den kriegerischen Auseinandersetzungen des Jahres 1148 an dieser Stelle eine Sühnekirche errichten. Im Mittelalter entwickelte sich Burg zu einem bedeutenden Kirchort, dessen Kirche weit über die Region hinaus bekannt war.

Wallfahrtskirche des Mittelalters

Die Petri-Kirche besaß im Spätmittelalter eine Reliquie des Apostels Petrus und wurde dadurch zu einem Wallfahrtsziel. Ein weiteres verehrtes Heiligtum war ein silberbeschlagenes Kupferkreuz, das der Überlieferung nach auf der Burger Feldmark gefunden wurde.

 

Selbst der berühmte Ablassprediger Arcimboldi machte 1516 auf seiner Reise durch Norddeutschland Station in Burg und bot hier Ablassbriefe an – ein Zeichen für die Bedeutung der Kirche in jener Zeit.

Der freistehende Glockenturm aus Holz. Drei Glocken hängen unter dem Dach. Im Hintergrund ist Wald zu sehen
Der Altar der Petrikirche mit Jesus am Kreuz, gelben Blumen, einer offenen Bibel und vielen Kerzen

Schlichte Architektur und Kunstwerke

Die heutige Kirche ist ein einschiffiger Bau mit einem spätmittelalterlichen Chorabschluss. Ursprünglich aus Feldsteinen errichtet, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und instand gesetzt. Nach der umfassenden Renovierung von 1963 präsentiert sich der Innenraum hell und schlicht.

 

Erhalten geblieben sind zahlreiche historische Ausstattungsstücke, darunter der mittelalterliche Backsteinaltar mit einem kleinen Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert sowie die reich verzierte Kanzel aus den Jahren 1621/22 im Stil der Spätrenaissance mit ihren bemerkenswerten Stifterfiguren.

Musik und Gottesdienst heute

Auch heute ist die Petri-Kirche das geistliche Zentrum der Kirchengemeinde Burg. Besonders prägend ist ihre Orgel, die 1994 vom Straßburger Orgelbaumeister Alfred Kern erbaut wurde und mit ihrem klaren Klang regelmäßig Gottesdienste und Konzerte bereichert. So verbindet die Kirche ihre fast 900-jährige Geschichte mit einem lebendigen Gemeindeleben und bleibt ein Ort des Glaubens, der Begegnung und der Kultur.

Ein aus Birkenholz selbstgebauter Altar an einem Gewässer. Davor sind im Halbkreis Bänke auf einer gemähten Fläche aufgestellt

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Öffnungszeiten

Zwischen Ostern und Oktober ist die Kirche von 9:00 - 18:00 Uhr geöffnet.

 Adresse

Petri-Kirche Burg

Am Markt 7

25712 Burg (Dithmarschen)

 Barrierefreiheit

Die Kirche ist barrierefrei zugänglich.

 Führungen & Gruppen

Führungen für Gruppen sind nach Absprache möglich.

 

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